Interviews

5 Fragen an Anaïs Emery, Direktorin des NIFFF und zukünftige Direktorin des GIFF

Datum

2. Mai 2020

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Die gebürtige Neuenburgerin Anaïs Emery ist Mitbegründerin des Festival International du Film Fantastic de Neuchâtel (NIFFF) und Mitglied der Fédération Européenne de Festival de Films Fantastiques.

Davor u.a. Direktorin des Festival international de Science-Fiction im französischen Nantes, Programm-Mitarbeiterin eines unabhängigen Kinos und Studium der Filmwissenschaften der Universität Lausanne. 2021 wird Anaïs Emery das Genfer Festival GIFF übernehmen, in der Nachfolge von Emmanuel Cuénod, der sein Engagement für das Festival nach der 26. Ausgabe im November 2020 abschliesst.

Im Juli 2020 hätte das 20-jährige Bestehen des Neuenburger Festivals NIFFF gefeiet werrden sollen. 

Wie wirkt sich die Corona-Krise auf deine Arbeit aus?

Anaïs Emery: Als die Corona-Krise begann, war das Team des NIFF 200%-ig mit den Vorbereitungen für die 20. Ausgabe beschäftigt. Ab dem 13. März waren wir im Homeoffice. Es ist in diesem nie vorher dagewesenen Kontext, in dem wir die digitale Sonderausgabe des NIFFF erfunden haben, die nun im Juli stattfinden wird. 

Wie begegnest du den aktuellen Herausforderungen? 

Meine Herausforderung: das Homeoffice mit maximaler Arbeitsbelastung und gleichzeitig die Betreuung der Kinder zu Hause. Ich versuche, die Dinge zu relativieren, offen zu bleiben und mir realistische Ziele zu setzen. Es gelingt mir nicht immer. Doch die Krise hat mir auch ermöglicht, über die Essenz meiner Arbeit nachzudenken und neue Facetten zu erproben. 

Eröffnen sich in dieser Krise womöglich auch neue Chancen?

Ich glaube, dass diese Zeit uns gezeigt hat, dass die Abgeschiedenheit unserer Konzentration auch zuträglich sein kann, jedoch der Dialog in Anwesenheit anderer unersetzlich ist. Das Suchen nach dem idealen Gleichgewicht hierin kann Anstoss sein zum Nachdenken über unser aller Zukunft. Wir sind vor diesen aktuellen Herausforderungen nicht alle gleich. 

Was machst du als Erstes, wenn die Massnahmen gegen die Corona-Pandemie ganz aufgehoben werden?

Das soziale und kulturelle Leben langsam wieder aufnehmen – wenn auch mit der gebührenden Distanz. Ich vermisse die Filmfestivals sehr, die Kinos, die Begegnungen… 

An welchen (Schweizer) Film erinnert dich die aktuelle Situation?

An «Black Out», das unbekannte Meisterwerk von Jean-Louis Roy. Der Film ist von 1970 - und ein echter Schweizer Filmschatz. Visionär, wie er die Angst vor dem Anderen thematisiert. Im Zentrum der Geschichte steht ein älteres Paar, das sich aus Angst vor dem sozialen Miteinander in Selbstisolation begibt. Schwindelerregend, was sich hinter verschlossenen Türen abspielt.

 

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