Interviews

5 Fragen an Emilie Bujès und Martine Chalverat Direktorinnen, Visions du Réel

Datum

19. April 2020

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Noch bis zum 2. Mai 2020 findet das Schweizer Dokumentarfilmfestival «Visions du Réel» online statt. Zum Auftakt unserer Gesprächsreihe zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf das Schweizer Filmschaffen geben wir Emilie Bujès, der künstlerischen Direktorin und der administrativen Direktorin, Martine Chalverat, das Wort, die ihr Festival infolge der Corona-Krise völlig neu denken mussten.

Wie wirkt sich die Corona-Krise auf Eure Arbeit aus?

Emilie Bujès und Martine Chalverat: Als der Bundesrat am 19. März alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen verboten hat, haben wir entschieden, mit unserem Festival online zu gehen. In einem ersten Schritt mussten wir die technische Frage lösen, was wir zuerst mit FestivalScope und anschliessend in Zusammenarbeit mit der neuseeländischen Plattform Shift72 (die uns eine massgeschneiderte Lösung anbot) sowie mit Radio-Télévision Suisse RTS umsetzen, welche die Filme der Compétition Nationale aufnahmen.

Dann ging es darum, alle Filmregisseur*innen zu überzeugen, uns zu vertrauen (was sich letztlich als sehr einfach herausgestellt hat), und anschliessend die privaten und öffentlichen Partner, die uns in unseren Approach unterstützten. In der Folge haben sich noch weitere Partner-Plattformen angeschlossen - namentlich SRF, RSI, DocAlliance oder Tënk. Alle Filme sind aber ebenso auf unserer Website www.visionsdureel.ch zugänglich!

Wir mussten, kurz gesagt, das gesamte Festival innert drei Wochen neu denken.

Eröffnen sich in dieser Krise womöglich auch neue Chancen?

Ja, davon sind wir überzeugt, doch werden wir ein bisschen Zeit nach dem Festival brauchen, um eine umfassende Bilanz ziehen zu können - sowohl was unsere Arbeit und Herangehensweise vor wie während des Festivals betrifft. 

Was ist jetzt für die Schweizer Filmkultur entscheidend?

Solidarität in jeder Hinsicht, Ideen, Kreativität und sicherlich auch sehr schnell: Unterstützung.

Was macht Ihr als Erstes, wenn die Anti-Corona-Massnahmen aufgehoben werden?

Das Team treffen - und ein grosses Fest! 

An welchen Film erinnert Euch die aktuelle Situation manchmal? 

An «Groundhog Day» («Und täglich grüsst das Murmeltier») von Harold Ramis.

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