Interviews

5 Fragen an Stéphane Mitchell, Drehbuchautorin

Datum

10. Mai 2020

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Stéphane Mitchell arbeitet seit 20 Jahren als Drehbuchautorin in der Westschweiz, davor war sie 10 Jahre in der Filmproduktion in den USA tätig. 

Sie zeichnet u.a. das Drehbuch des Spielfilms «On dirait le Sud» von Vincent Pluss (Schweizer Filmpreis 2003) und ist Headwriter der RTS-Serie «Quartier des banques». Stéphane Mitchell ist auch Mitgründerin und Co-Präsidentin von SWAN Swiss Women’s Audiovisual Network, Vorstandsmitglied der Schweizer Filmakademie und Verwaltungsratsmitglied der SSA Société Suisse des Auteurs.

Wie wirkt sich die Corona-Krise auf deine Arbeit aus?

Unter Drehbuchautorinnen und -autoren scherzen wir, dass die Corona-Krise unsere Arbeit nicht wirklich beeinträchtigt, ausser dass wir uns neuerdings anziehen müssen, weil wir tagsüber nicht mehr alleine zu Hause sind. Etwas ernsthafter geantwortet: meine Tochter rund um die Uhr hier zu haben, das kann das Schreiben manchmal etwas behindern. Und vice versa. Mein aktuelles Projekt ist ausfinanziert, deshalb kann ich etwas durchatmen. Aber was kommt danach? 

Wie meistern oder überwindest du die Herausforderungen?

Ich bin privilegiert: Meine Liebsten sind gesund, unsere Wohnung ist gross genug und ich habe eine Arbeit, die ich von zu Hause aus machen kann. Dennoch ist dieses Gefühl eines nicht enden wollenden Tages bedrückend. Und wie viele andere bin ich auch immer wieder beunruhigt, insbesondere für die Menschen, die zu den Risikogruppen gehören - und bin auch wütend angesichts der Priorisierung des Profits.

Eröffnen sich durch diese Krise womöglich auch neue Chancen?

Alles steht still, ausser dem Zugang zu Lebensmitteln, zur Gesundheitsversorgung und zu …Netflix. Die Krise verdeutlicht, wie lebensnotwendig die Kultur ist und zeigt zugleich, wie prekär dieser Sektor aufgestellt ist. Die Arbeit in der Nahrungsmittel- und Gesundheitsversorgung sind unterbewertet, auch unsere Arbeit. Wird unsere Gesellschaft Lebensnotwendiges endlich wertschätzen? 

Gibt es einen Film, der dir im Moment besonders viel bedeutet? 

Da die Krise andauert... schaue ich grosse Serien, wie etwa «The Good Place», die auf unsere doch besondere Welt einen frechen und freien Blick wirft, der ebenso philosophisch wie voller Menschlichkeit ist. 

Was wirst du als Erstes machen, wenn die Massnahmen aufgehoben werden?

Ein Fest mit meinen Liebsten. Aber es wird wohl ein Maskenball…

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