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Edito von Felix Gutzwiller, Präsident der Solothurner Filmtage

Autor*in

Felix Gutzwiller

Datum

22. Januar 2021

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Felix Gutzwiler farbig

Die Solothurner Filmtage sind eröffnet – als erste nationale Kulturveranstaltung des Jahres. Vieles ist anders als vor zwölf Monaten, als wir zu den letzten Filmfestivals gehörten, die noch in vollem Umfang physisch stattfinden konnten. Unsere 56. Ausgabe wird hauptsächlich digital durchgeführt – das ist schade, aber trotzdem eine gute «Aktion».

Wenn die Kinosäle zu bleiben, heisst das nicht, dass nicht andere Räume bespielt werden können. Im Gegenteil. Im Sinne des Regisseurs Milo Rau, der dieses Jahr mit seinem Film «Das neue Evangelium» im Prix de Soleure vertreten ist, hat Kunst gerade jetzt eine aktive Rolle zu spielen. Seine «School of Resistance», die regelmässig im digitalen Raum tagt, ist ein Beispiel dafür, dass sich Widerstand und Visionen gut vertragen, vielleicht sogar bedingen.

So verstehen wir den Entscheid, das komplette Programm der Solothurner Filmtage als Online-Edition anzubieten: als Widerstand gegen die geschlossenen Kinosäle, aber auch als Statement für den Schweizer Film. Unsere Online-Edition macht ihn sichtbar und bietet die Chance, schweizweit neue Fans und Freund*innen für den Schweizer Film zu gewinnen. So verstanden stellt sich die digitale Werkschau in den Dienst einer Demokratisierung von Kultur.

Kulturveranstaltungen sind derzeit stark eingeschränkt, ihre physische Durchführung sogar verboten. Aktionismus ist da fehl am Platz – die Verteidigung unserer Existenz dagegen nicht. Wir engagieren und solidarisieren uns für innovative und integrative Wege aus dieser kritischen Situation: in der Conférence des festivals, in der Kulturpolitik und vor allem: mit den Macherinnen und Machern des Schweizer Films.

Als Mediziner und ehemaliger Gesundheitspolitiker bin ich in letzter Zeit viel befragt worden, unter welchen Voraussetzungen ein bedrohtes System – namentlich das der Gesundheit – gesichert werden kann. Die Antwort ist: durch Vertrauen. Warum sollte das Gleiche nicht auch für den Filmsektor gelten?

Vertrauen wir in erster Linie auf die Werke unserer Filmschaffenden – zeigen wir sie, diskutieren wir sie. Halten wir sie lebendig.

Mein Dank gilt Anita Hugi und ihrem Team, den Hauptsponsoren SwissLife und Swisscom, der Hauptmedienpartnerin SRG SSR, der öffentlichen Hand und den zahlreichen weiteren Partnern für ihre Unterstützung, Flexibilität und Treue.

Bonne projection : en ligne!

Felix Gutzwiller, Präsident SGSF

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