24.1. –– 31.1.2019
Solothurner Filmtage
Histoires du cinéma suisse

Das Programm «Histoires du cinéma suisse» zeigt in Zusammenarbeit mit der Cinémathèque suisse und dem Verein Memoriav vor kurzem restaurierte und aktuelle Filme, die Geschichte und Meilensteine des Schweizer Films beleuchten.

2018 widmen die Solothurner Filmtage das Programm dem Welterfolg der Bolex-Kamera. Unter dem Titel «Bolex: eine Schweizer Kamera von Weltformat» werden Werke gezeigt, die in den Jahren 1928 bis 2016 mit den legendären 16mm-Kameras gedreht wurden. Die Schweizer Erfindung ist zudem Thema einer Podiumsdiskussion sowie einer Ausstellung im Künstlerhaus S11.

«Bolex: eine Schweizer Kamera von Weltformat» ist eine Zusammenarbeit mit der Universität Lausanne, der Cinémathèque suisse, Memoriav und Réseau Cinéma CH. Das Programm ist zudem Teil des Projekts Interreg EntreLACS, eine Zusammenarbeit der Cinémathèque suisse und der Cinémathèque des Pays de Savoie et de l’Ain.

Bolex: Eine Schweizer Kamera von Weltformat

In den 1920er-Jahren erfand der Tüftler und Amateurfilmer Jacques Boolsky die ersten Modelle der Bolex-Kamera. 1930 trat er seine Patente an die welsche Firma Paillard ab, die mit der Massenproduktion die berühmte H16 auf den Weltmarkt brachte und damit eine neue Ära einläutete. Handlich, robust und funktionsreich wie keine Kamera zuvor, revolutionierte die Bolex das Filmschaffen und ermöglichte Amateurfilmern sowie professionellen Filmschaffenden neue Wege zu gehen und bis dahin scheinbar Unmögliches in Szene zu setzen. Hommage an eine Kult-Kamera.

 

 

Kurzfilmprogramm Schweiz: Zwischen Sachzwängen und Experimentierfreude

Fünf Kurzfilme zeigen den flexiblen Umgang mit der wendigen Bolex-Kamera. Amateur- und Werbefilmer loteten ihre Möglichkeiten aus: Von Anweisungen zum «richtigen Filmen», über wissenschaftliche Mikroaufnahmen bis hin zu Tierstudien im Zoo und Zirkus. Der Experimentierfreude waren keine Grenzen gesetzt.

Pour bien filmer Marcel Natkin, Henry Decae | 1937 | 10’ 
Mikroaufnahmen H. Traber | 1950 |  9’ 
Animaux Jacques Boolsky | 1938 | 10’
L’Heure H Club ciné-amateurs de Lausanne | 1936 | 14'
Images vivantes Albert Revel | 1961 | 18’

 

 

Kurzfilmprogramm Schweiz: Jacques Boolsky – Amateur und Profi im Dialog

Der Erfinder der Bolex-Kamera, Jacques Boolsky, war ebenfalls begeisterter Amateurfilmer. Fünf Kurzfilme aus dem Familienarchiv geben Einblick in das Privatleben des umtriebigen Tüftlers: Er blickt verliebt durch die Kamera, fängt Gymnastikstunden am Strand ein und offenbart ausgerechnet mit einem Spielfilm ein Stück seiner tragischen Familiengeschichte.

Nartelle jeux de plage Jacques Boolsky | 1933 | 10’
Une bonne idée Jacques Boolsky | 1938 | 5’'
Avant la prise de vues Jacques Boolsky | 2’ 
Cette nuit-là Jacques Boolsky | 1935 | 28’
Mariette et Jacques 1 Jacques Boolsky | 1928-1929 | 8’

 

 

Kurzfilmprogramm international: Weibliche Experimente

Die Bolex H16 begeisterte Filmemacherinnen weltweit. Die leichte und handliche Kamera ermöglichte Frauen autonomes Schaffen und erlaubte, neue Perspektiven einzunehmen. Die gewonnene filmische Freiheit drückt sich in einer Lust am Experimentellen aus: Fünf Kurzfilme entführen in transzendente Welten.

The Very Eye of Night Maya Deren | USA 1958 | 15'
Generations Barbara Hammer | USA 2010 | 30'
Dyketactics Barbara Hammer | USA 1974 | 4'
Bouquets 1-10 Rose Lowder | FR 1995 | 11'
Mort aux hypocrites Marie de Maricourt | CH 2016 | 5'

 

 

Bolex – Kontemplativ nach innen Schauen

Geschichte der Nacht
Clemens Klopfenstein | CH 1979 | 63'
Die nächtlichen Spaziergänge in James Joyces Roman «Ulysses» dienen als Inspiration zu einem kameratechnischen Experiment.

Diaries, Notes and Sketches (Reel 1 – Walden)
Jonas Mekas | USA 1969 | 30'
Jonas Mekas fängt fragmentarisch seinen Alltag und Begegnungen in Form eines Tagebuches ein. Eine persönliche Reflexion.

 

 

Das Abenteuer Bolex (Jenseits von Bolex)

L'Aventure Bolex Alyssa Bolsey | CH/USA 2017 | 52' 
Jacques Bolsey erfand die erste Filmkamera für die breite Masse. Mit diesem Film kam, Jahrzehnte später erst, sein dramatisches, mysteriöses Leben ans Licht.
 
The Endless Summer Bruce Brown | USA 1966 | 95' 
Der Dokumentarfilmer Bruce Brown begleitet 1966 mit seiner Bolex-Kamera zwei Surfer rund um die Welt und begründet mit der legendären Reise das Genre des Surffilms.

 

 

Filmprogramm
Geschichte der Nacht

Clemens Klopfenstein | CH 1979 | exp 63'
Fr 26.1. 20:00 Kino im Uferbau

Die nächtlichen Spaziergänge in James Joyce' Roman «Ulysses» inspirierten Klophenstein zu einem kameratechnischen Experiment. 

Vorfilm: Diaries, Notes and Sketches (Reel 1 – Walden)
Jonas Mekas | USA 1969 | 30'

Jonas Mekas fängt fragmentarisch seinen Alltag und Begegnungen in Form eines Tagebuches ein. Eine persönliche Reflexion.

Kurzfilme I: Experimentierfreude

CH 1936 - 1961 | doc/exp/fic 70'
Fr 26.1. 17:15 Kino im Uferbau

Pour bien filmer Marcel Natkin, Henry Decae | 1937 | 10’ 
Mikroaufnahmen H. Traber | 1950 |  9’ 
Animaux Jacques Boolsky | 1938 | 10’
L’Heure H Club ciné-amateurs de Lausanne | 1936 | 14'
Images vivantes Albert Revel | 1961 | 18’

Fünf Kurzfilme zeigen den flexiblen Umgang mit der wendigen Bolex-Kamera. Amateur- und Werbefilmer loteten ihre Möglichkeiten aus: Von Anweisungen zum «richtigen Filmen», über wissenschaftliche Mikroaufnahmen bis hin zu Tierstudien im Zoo und Zirkus. Der Experimentierfreude waren keine Grenzen gesetzt.
 

KurzfilmII: Jacques Boolsky – Amateur und Profi

CH 1928 - 1938 | doc/fic 60'
So 28.1. 17:00 Kino im Uferbau

Nartelle jeux de plage Jacques Boolsky | 1933 | 10’
Une bonne idée Jacques Boolsky | 1938 | 5’'
Avant la prise de vues Jacques Boolsky | 2’ 
Cette nuit-là Jacques Boolsky | 1935 | 28’
Mariette et Jacques 1 Jacques Boolsky | 1928-1929 | 8’

Der Erfinder der Bolex-Kamera, Jacques Boolsky, war ebenfalls begeisterter Amateurfilmer. Fünf Kurzfilme aus dem Familienarchiv geben Einblick in das Privatleben des umtriebigen Tüftlers: Er blickt verliebt durch die Kamera, fängt Gymnastikstunden am Strand ein und offenbart ausgerechnet mit einem Spielfilm ein Stück seiner tragischen Familiengeschichte.

Kurzfilme III: Weibliche Experimente

CH/F/USA 1958 - 2016 | exp 65'
Sa 27.1. 11:30 Kino im Uferbau

The Very Eye of Night Maya Deren | USA 1958 | 15'
Generations Barbara Hammer | USA 2010 | 30'
Dyketactics Barbara Hammer | USA 1974 | 4'
Bouquets 1-10 Rose Lowder | FR 1995 | 11'
Mort aux hypocrites Marie de Maricourt | CH 2016 | 5'

Die leichte und handliche Bolex ermöglichte Frauen autonomes Scaffen. Die neue filmische Freiheit drückt sich in einer Lust am Experimentellen aus. 

L'aventure Bolex

Alyssa Bolsey | CH/USA 2017 | 52'
So 28.1. 15:00 Kino Palace

Die Urenkelin des Bolex-Erfinders bringt Licht in dessen dramatisches und mysteriöses Leben. 

The Endless Summer

Bruce Brown | USA 1966 | 95' 
Sa 27.1. 14:00 Kino im Uferbau

Der Dokumentarfilmer Bruce Brown begleitet 1966 mit seiner Bolex-Kamera zwei Surfer rund um die Welt und begründet mit der legendären Reise das Genre des Surffilms.

Rahmenprogramm
Gespräch: Bolex

So 28.1. 15:00 - 17:00 Kino Palace
Im Anschluss an «L'aventure Bolex»

Mit: Alyssa Bolsey (Regisseurin), Clemens Klopfenstein (Regisseur) und Benoît Turquety (Filmhistoriker).

Moderation: Frédéric Maire (Direktor Cinémathèque suisse)

Ausstellung: Die Bolex-Apparate: Horizonte des Amateurfilms

Künstlerhaus S11

Die Ausstellung widmet sich der Geschichte der Bolex-Filmkamera. Im Zentrum steht die Schweizer Präzisionsmechanik, welche ihre Konstruktion ermöglicht. 

Öffnungszeiten
Vernissage Fr 26.1. 19:00
Sa - So 11:00 - 17:00
Mo - Fr 16:00 - 19:00