20.1. –– 27.1.2021
Solothurner Filmtage
«Bildbuch» von Jean-Luc Godard
«Bildbuch» neu im Programm

Jean-Luc Godard hat seinen aktuellen Film «Le livre d'image» als deutsche Fassung persönlich auf deutsch eingesprochen. Die 55. Solothurner Filmtage zeigen «Bildbuch» als Schweizer Premiere am ersten Festivaltag.

«Gleich zu Beginn seines ,Bildbuch’, hören wir Jean-Luc Godard auf Deutsch sagen: ‚Das sind die fünf Finger. Die fünf Sinne. Die fünf Kontinente. Alle zusammen formen die Hand. Mit den Händen zu denken, ist die wahre Bestimmung des Menschen», zitiert Anita Hugi, Direktorin der Solothurner Filmtage, den aktuellen Film von Jean-Luc Godard. 

«Er postuliert die Filmkunst als Handwerk, schafft dabei neue Denkräume und erfindet das Kino einmal mehr neu. Zitate, Originaltöne, Musik und Jean-Luc Godards Stimme begleiten eine Collage aus Motiven der Film- und Kunstgeschichte, dokumentarischen Aufnahmen der Gegenwart und Bildern aus den sozialen Medien. Ich freue mich sehr, dass wir den Film, der einen besonderen Platz in seinem Werk einimmt, an den 55. Solothurner Filmtagen zeigen können.» 

«Bildbuch» ist ein Film in fünf Kapiteln. Es ist Godards einziger Film, in dem er seinen Text in einer anderen Sprache neu einspricht. Die französische Fassung «Le livre d’image» wurde am Filmfestival von Cannes 2018 mit der Palme d’or spéciale ausgezeichnet. Die deutsche Synchronfassung «Bildbuch» wird als Schweizer Premiere am Donnerstag, 23. Januar 2020 um 13:15 Uhr in Kino Canva und am Samstag, 25. Januar 2020 um 23:15 Uhr als Nocturne im Kino Palace gezeigt.

Jean-Luc Godard (*1930) gilt als wichtigster Vertreter der französischen
Nouvelle Vague und hat die Sprache des Kinos nachhaltig geprägt. 2010 wurde dem französisch-schweizerischen Regisseur der Ehrenoscar für sein Lebenswerk verliehen. 2015 überreichte ihm Bundesrat Alain Berset den Ehrenpreis des Schweizer Films.