22.1. –– 29.1.2020
Solothurner Filmtage
Histoires du cinéma suisse

Das Programm «Histoires du cinéma suisse» präsentiert ausgewählte Werke aus der Schweizer Filmgeschichte. 2019 präsentieren die Solothurner Filmtage fünf Filmklassiker der neu lancierten Edition «filmo», eine Hommage an die Schweizer Filmschaffenden Yves Yersin, Alexander J. Seiler und Pio Corradi sowie die Filme «Dr Tscharniblues» (1979) und «Eine vo dene» (1980) von Bruno Nick.

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2019 lancieren die Solothurner Filmtage mit «filmo» die erste Online­-Edition des Schweizer Films: Unabhängige  Kuratorinnen und Kuratoren empfehlen Schlüsselwerke der Schweizer Filmgeschichte, die auf etablierten Streaming-Plattformen (Teleclub on Demand und andere) veröffentlicht werden. An den 54. Solothurner Filmtagen sind fünf Klassiker der Edition «filmo» auf Grossleinwand zu sehen. Ab Juni 2019 sind die ersten zehn «filmo»-­Filme online verfügbar.

Präsentation der Online­-Edition «filmo» 
Fr 25.1. 15:00 Kino im Uferbau
Was ist «filmo»? Wie werden die Filme gewählt? Die Projektleitung präsentiert die Edition.

Ermöglicht wird das Projekt «filmo» durch Engagement Migros, den Förderfonds der  Migros­-Gruppe.

Das Boot ist voll

Markus Imhoof | CH 1981 | fic 104'
So 27.1. 16:00 Kino im Uferbau

Sechs Flüchtlingen gelingt 1942 der Grenzübertritt in die Schweiz. Um Asyl zu erhalten, geben sie sich als Familie aus, doch sie werden bald entlarvt. Droht ihnen die Abschiebung?
 

 

 

Das Fräulein

Andrea Štaka | CH 2006 | fic 81'
So 27.1. 13:30 Kino im Uferbau

Drei eigenwillige Frauen aus verschiedenen Gegenden Ex-Jugoslawiens treffen in der Schweiz aufeinander. Eine Freundschaft beginnt.
 

 

 

Der 10. Mai – Angst vor der Gewalt

Franz Schnyder | CH 1957 | fic 86'
Sa 26.1. 11:00 Kino im Uferbau


10. Mai 1940 ist der Tag der Mobilmachung. Ein von der Gestapo verfolgter Deutscher flüchtet in die Schweiz und erlebt ein tief verunsichertes Land.

 

 

Die letzte Chance

Léopold Lindtberg CH 1945 | fic 113'
Fr 25.1. 16:30 Kino im Uferbau

Norditalien 1943: Zwei geflohene alliierte Soldaten begleiten Flüchtlinge auf einem gefährlichen Weg über die Berge in die Schweiz.

 

 

War Photographer

Christian Frei | CH 2001 | doc 96'
Sa 26.1. 13:30 Kino im Uferbau

In einem Krisengebiet, inmitten von Leiden, Sterben, Gewalt und Chaos, sucht der Fotograf James Nachtwey nach dem Bild, von dem er glaubt, dass es das Elend fassbar macht.

 

 

Hommagen

Die 54. Solothurner Filmtage nehmen mit Hommagen von den im November 2018 verstorbenen Filmemachern Alexander J. Seiler und Yves Yersin sowie von dem im Januar verstorbenen Kameramann Pio Corradi Abschied. Zu Ehren von Pio Corradi wird «Reisen ins Landesinnere» (Matthias von Gunten, 1988) gezeigt. Der frühe Experimentalfilm «In wechselndem Gefälle» von Alexander J. Seiler und Rob Gnant (1962), Seilers letzter Dokumentarfilm «Geysir und Goliath» (2010) und Yves Yersins Klassiker «Les petites fugues» (1979) werden von Weggefährten der beiden Gründerväter des Neuen Schweizer Films vorgestellt. 

Les petites fugues

Yves Yersin CH/FR 1979 | fic 138'
Mo 28.1. 13:00 Kino im Uferbau
Filmvorführung in Anwesenheit von Robert Boner, Jean-Stéphane Bron und Madeleine Fonjallaz

Seit vielen Jahren arbeitet der Knecht Pipe auf demselben Bauernhof. Mit seiner ersten Altersrente kauft er sich ein Moped. Die Bauernfamilie ist in Aufruhr, aber Pipe lässt sich seine neu gewonnene Freiheit nicht nehmen.

Geysir und Goliath

Alexander J. Seiler | CH 2010 | doc 50'
Di 29.1. 15:30 Kino im Uferbau
Filmvorführungen in Anwesenheit von Werner Swiss Schweizer und Peter Bichsel

In seinem letzten Film porträtiert Alexander J. Seiler den Bildhauer Karl Geiser (1898 – 1957) mit Ausschnitten aus dessen Briefen und Tagebüchern. 

Vorfilm:
In wechselndem Gefälle
Alexander J. Seiler, Rob Gnant | CH 1962 | exp 12'

 

 

Reisen ins Landesinnere

Matthias von Gunten | CH 1988 | doc 94'
Mi 30.1. 12:30 Kino im Uferbau
Filmvorführung zu Ehren von Pio Corradi, in Anwesenheit von Regisseur Matthias von Gunten und Kameramann Patrick Lindenmaier.

«Reisen ins Landesinnere» zeigt sechs Menschen in der Schweiz im Verlauf eines Jahres. Der Film begleitet sie auf ihren unterschiedlichen Wegen, erkundet ihre Welten und verdichtet die persönlichen Geschichten zu einem Zeitbild. 

Rund um den Tscharniblues

Sa 26.1. 12:00 Canva Club

Aron Nick eröffnet mit seinem ersten langen Dokumentarfilm «Tscharniblues II» die 54. Solothurner Filmtage. 40 Jahre nachdem sein Onkel Bruno, sein Vater Bernhard und ihre Freunde im Berner Tscharnergut den Spielfilm «Dr Tscharniblues» drehten, versammelt Aron Nick die Gruppe erneut im Hochhausquartier und will wissen, wie das Leben der heute 60-Jährigen verlaufen ist.

Die Solothurner Filmtage zeigen anlässlich der Uraufführung von «Tscharniblues II» auch «Dr Tscharniblues» (Bruno Nick, 1979, doc 38') und «Eine vo dene» (Bruno Nick, 1980, doc 37').