25.1. –– 1.2.2018
Solothurner Filmtage
Prix de Soleure

Der Wettbewerb «Prix de Soleure» ist thematisch ausgerichtet und stellt den Menschen und gesellschaftliche Fragen rund um das Zusammenleben in den Mittelpunkt. Die Auswahlkommission der Solothurner Filmtage nominiert jährlich fünf bis zehn Filme für den Wettbewerb «Prix de Soleure». Die selektionierten Dokumentar- und Spielfilme überzeugen durch ihren ausgeprägten Humanismus und stellen diesen eindrucksvoll filmisch dar.
 
2018 vergibt eine interdisziplinär zusammengesetzte Jury den «Prix de Soleure» im Wert von CHF 60'000.- zum zehnten Mal.

Der «Prix de Soleure» wird getragen vom Fonds «Prix de Soleure» sowie dem Kanton Solothurn und der Stadt Solothurn.

 

 

Das Objekt «Prix de Soleure» wurde vom Künstler Jean Mauboulès gestaltet

Nominierungen 2018
À l'école des Philosophes

Fernand Melgar | CH | doc 97'
Mo 29.1. 14:45 Landhaus

Fünf Kinder – alle mit einer Behinderung – erleben ihr erstes Schuljahr. Der Regisseur begleitet sie und ihre Lehrerinnen und Angehörigen durch gute und schlechte Tage und zeigt, wie sie die Welt entdecken.

A Long Way Home

Luc Schaedler | CH | doc 75'
Fr 26.1. 15:00 Landhaus | Di 30.1. 09:30 Landhaus

Fünf chinesische Kunstschaffende erforschen die Erschütterungen der chinesischen Geschichte, um die Gegenwart zu verstehen und sich für eine demokratische Gesellschaft stark zu machen.

Chris the Swiss

Anja Kofmel | CH/HR/DE/FI | ani 90'
Sa 27.1. 21:15 Landhaus | Mo 29.1. 12:00 Landhaus

Während des Jugoslawienkriegs wird die Leiche eines jungen Journalisten gefunden. Zwanzig Jahre später begibt sich seine Cousine auf eine erschütternde Spurensuche.

Das Leben vor dem Tod

Gregor Frei | CH | doc 104'
Sa 27.1. 15:00 Landhaus | Mi 31.1. 12:00 Landhaus

Zwei Männer leben in einem verlassenen Dorf im Tessin. Der ältere hat sich vorgenommen, mit 70 «abzutreten». Darf man das einfach so? Der Sohn des einen dokumentiert die aufwühlende Debatte.

Des moutons et des hommes

Karim Sayad | CH/FR/QA | doc 78'
So 28.1. 12:15 Landhaus | Mi 31.1. 09:30 Landhaus

Anstatt Tierarzt zu werden, kauft sich der 16 -jährige Habib wie andere Männer in Algier einen Schafbock. Dieser soll ihm mit Kämpfen zu Ruhm und zu einem Einkommen verhelfen.

Die Vierte Gewalt

Dieter Fahrer | CH | doc 100'
Sa 27.1. 18:00 Landhaus | Di 30.1. 17:45 Reithalle

Das Internet untergräbt die wirtschaftlichen Grundlagen des Journalismus. Der Regisseur taucht in den Arbeitsalltag verschiedener Redaktionen ein und reflektiert kritisch.

Fell in Love with a Girl

Kaleo La Belle | CH | doc 119'
So 28.1. 20:00 Konzertsaal | Di 30.1. 20:15 Konzertsaal

Eine Patchwork-Familie wandert in die USA aus und versucht unter einem Dach zu leben. Das private Experiment wirft grundlegende Fragen zu heutigen Lebensformen und Utopien auf.

Mario

Marcel Gisler | CH | fic 119'
Sa 27.1. 20:30 Reithalle | Mo 29.1. 20:45 Reithalle

Mario steht kurz vor der Verwirklichung seines Traums, Profi-Fussballer zu werden. Da verliebt er sich in seinen Mitspieler Leon.

Vakuum

Christine Repond | CH/DE | fic 85'
Sa 27.1. 14:30 Konzertsaal | Di 30.1. 14:45 Reithalle

Die 60 jährige Meredith wähnt sich in harmonischer Ehe, bis sie überraschend mit der Diagnose HIV-positiv konfrontiert wird.

Jury 2018
Xavier Koller
Xavier Koller

Xavier Koller

Xavier Koller (1944) wendet sich nach einer Mechanikerlehre dem Schauspiel zu und lässt sich an der Schauspielakademie Zürich ausbilden. Es folgen Engagements als Schauspieler und Regisseur in Deutschland und in der Schweiz. 1969 wagt er mit dem experimentellen Spielfilm «Fanø Hill» als Autor, Regisseur, Produzent und Darsteller die Eigenproduktion und wird mit dem Zürcher Filmpreis ausgezeichnet. Kollers erster Kinofilm «Hannibal» wird 1971 an die Quinzaine des Réalisateurs in Cannes eingeladen. Für «Reise der Hoffnung» gewinnt Xavier Koller 1990 als bisher einziger Schweizer Regisseur einen Oscar für den besten ausländischen Film. Seit 1991 lebt und arbeitet Koller in Los Angeles. Seine weitere Filmographie umfasst u.a. die Tucholsky-Verfilmung «Gripsholm» (2000) sowie «Schellen-Ursli» (2015), mit dem er einen Box Office-Hit landet.

Pascale Kramer
Pascale Kramer

Pascale Kramer

Pascale Kramer wird 1961 in Genf geboren. Nach der Schulzeit in Lausanne studiert sie Literatur und arbeitet im Journalismus und in der Werbung. 1982 publiziert die gerade 20-Jährige ihren ersten Roman «Variations sur une même scène», gefolgt von «Terres fécondes» im Jahre 1984. 1987 zieht es Kramer nach Paris, wo sie bis heute lebt. Zu ihrem schriftstellerischen Werk gehören bisher über zehn preisgekrönte Romane, darunter «Manu», wofür Pascale Kramer 1996 den Prix Michel-Dentan erhält und «Les vivants», der mit dem Prix Lipp Suisse 2001 ausgezeichnet wird. Für «L’implacable brutalité du réveil» (2009) erhält die Autorin gleich mehrere Auszeichnungen. Ein Jahr nach dem Erscheinen von «Autopsie d’un père» wird Pascale Kramer 2017 mit dem Schweizer Grand Prix Literatur für ihr Gesamtwerk geehrt. Pascale Kramers Bücher handeln oft von Familienbanden, in denen politische, soziale und allgemein menschliche Verstrickungen und Spannungen gespiegelt werden.

Flavia Kleiner
Flavia Kleiner

Flavia Kleiner

Die 1990 geborene Flavia Kleiner ist Kopräsidentin und Mitbegründerin der politischen Bewegung Operation Libero. Ihr politisches Engagement beginnt nachdem die SVP-«Initiative gegen die Masseneinwanderung» am 9. Februar 2014 an der Urne angenommen wird. Nationale Bedeutung erlangen Flavia Kleiner und Operation Libero erstmals durch die Kampagne gegen die «Durchsetzungsinitiative». Kleiner setzt sich parteiunabhängig für eine Schweiz als «Chancenland, statt als Freilichtmuseum» ein. Flavia Kleiner studierte Zeitgeschichte und Rechtswissenschaften an der Universität Freiburg und in Jerusalem. Zurzeit ist sie Masterstudentin am Lehrstuhl für Europäische Zeitgeschichte. Ihre Freizeit widmet sie der Kultur.

Bisherige Preisträger
Prix de Soleure 2017

«Die göttliche Ordnung» von Petra Volpe, fic 96’
Produktion: Zodiac Pictures Ltd, Schweizer Radio und Fernsehen SRF SRG SSR, Teleclub

Die Jury des «Prix de Soleure» 2017

Sabine Gisiger
Regisseurin
Foto: Matthias Günter

Cornelio Sommaruga
Chefdiplomat

Anatole Taubman
Schauspieler
Foto: Jürgen Frank

Prix de Soleure 2016

«Das Leben drehen – Wie mein Vater versuchte, das Glück festzuhalten» von Eva Vitija, doc 77'
Produktion: SwissDok GmbH, ZHdK, SRF

Die Jury des «Prix de Soleure» 2016

Julia Jentsch
Schauspielerin
Foto: Stefan Klüter

Călin Peter Netzer
Regisseur
Foto: Barna Nemethi, griffon & swans

Heidi Tagliavini
Diplomatin
Foto: Serge Hoeltschi

Prix de Soleure 2015

«Spartiates» von  Nicolas Wadimoff, doc 80’
Produktion: AKKA Films

Die Jury des «Prix de Soleure» 2015

Dominique de Rivaz
Regisseurin

Melinda Nadj Abonji
Schriftstellerin / Musikerin
Foto: Gaetan Bally

Moritz Leuenberger
Alt-Bundesrat

Prix de Soleure 2014

«L'escale» von Kaveh Bakthiari, doc 100'
Produktion: Louise Productions

Die Jury des «Prix de Soleure» 2014

Lukas Bärfuss
Schriftsteller
Foto Frederic Meyer

Güzin Kar
Drehbuchautorin / Regisseurin
Foto Barbara Sigg

Jean Ziegler
Vizepräsident des Beratenden Ausschusses des UNO-Menschenrechtsrats
Foto C. Bertelsmann

Prix de Soleure 2013

«Der Imker» von Mano Khalil, doc 105'
Produktion: Frame Film GmbH, Mano Khalil

Die Jury des «Prix de Soleure» 2013

Stéphanie Chuat
Regisseurin

Michèle Roten
Schriftstellerin

Dick Marty
Politiker

Prix de Soleure 2012

«Vol spécial» von Fernand Melgar, doc 100'
Produktion: Climage, Elise Shubs

Die Jury des «Prix de Soleure» 2012

Séverine Cornamusaz
Regisseurin

Charles Lewinsky
Schriftsteller / Drehbuchautor

Micheline Calmy-Rey
Alt-Bundesrätin

Prix de Soleure 2011

«Cleveland vs. Wallstreet» von Jean-Stéphane Bron, doc 89'
Produktion: Saga Production, Robert Boner, Philippe Martin

Die Jury des «Prix de Soleure» 2011

Manon Schick
Direktorin Amnesty International

Benjamin Heisenberg
Regisseur / Autor

San Keller
Künstler

Prix de Soleure 2010

«Nel giardino dei suoni» von Nicola Bellucci, doc 84'
Produktion: soap factory GmbH, Frank Matter

Die Jury des «Prix de Soleure» 2010

Géraldine Savary
Ständerätin

Bettina Oberli
Regisseurin

Daniel Binswanger
Journalist

Prix de Soleure 2009

«No more smoke signals» von Fanny Bräuning, doc 90'
Produktion: Distant Lights Filmproduktion GmbH, Kaspar Kasics

Die Jury des «Prix de Soleure» 2009

Stina Werenfels
Regisseurin

Peter Weber
Schriftsteller

Ruth Dreifuss
Alt-Bundesrätin