22.1. –– 29.1.2020
Solothurner Filmtage
Prix de Soleure 2020

Der Wettbewerb «Prix de Soleure» ist thematisch ausgerichtet und stellt den Menschen und gesellschaftliche Fragen rund um das Zusammenleben in den Mittelpunkt. Die Auswahlkommission der Solothurner Filmtage nominiert jährlich fünf bis zehn Filme für den Wettbewerb «Prix de Soleure». Die selektionierten Dokumentar- und Spielfilme überzeugen durch ihren ausgeprägten Humanismus und stellen diesen eindrucksvoll filmisch dar.
 
2020 vergibt eine interdisziplinär zusammengesetzte Jury den «Prix de Soleure» im Wert von CHF 60'000.- zum zwölften Mal.

Der «Prix de Soleure» wird getragen vom Fonds «Prix de Soleure» sowie dem Kanton Solothurn und der Stadt Solothurn.

 

 

Das Objekt «Prix de Soleure» wurde vom Künstler Jean Mauboulès gestaltet

Jury 2020
Ursula Meier © Raphael Zuber
Ursula Meier © Raphael Zuber

Ursula Meier

Ursula Meier studiert in Belgien Film und macht sich dank ihren Kurzfilmen schnell einen Namen. Für eine Fernsehfilmreihe von ARTE und RTS zum Thema "Masculin/Féminin» realisiert die französisch-schweizerische Doppelbürgerin den Film «Des épaules solides», der an Festivals auf der ganzen Welt Erfolge feiert. 2008 stellt sie ihren ersten Kinofilm «Home» in der Semaine de la critique in Cannes vor, in den Hauptrollen sind Isabelle Huppert und Olivier Gourmet zu sehen. Der Spielfilm wird mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. 2009 gründet Ursula Meier mit den Regisseuren Lionel Baier, Jean-Stéphane Bron und Frédéric Mermoud die Produktionsfirma Bande à part Films in Lausanne. Es folgt «Sister» mit Léa Seydoux und Kacey Mottet Klein, der an der 62. Berlinale einen Sonderpreis-Silbernen Bären holt. Wie «Home» gewinnt auch «Sister» drei Schweizer Filmpreise, darunter denjenigen für den Besten Spielfilm und vertritt die Schweiz bei den Oscars. 2018 dreht Ursula Meier «Journal de ma tête» mit Fanny Ardant und Kacey Mottet Klein. Das Drama gehört zu der vierteiligen TV-Kollektion «Ondes de choc». Derzeit arbeitet Ursula Meier an ihrem nächsten Kinofilm «La Ligne», den sie 2020 in der Westschweiz drehen wird und entwickelt gleichzeitig ihren ersten englischsprachigen Film «Quiet Land».

Cemile Sahin
Cemile Sahin

Cemile Sahin 

Cemile Sahins künstlerische Arbeit bewegt sich zwischen Film, Fotografie, Skulptur, Sound und Text. Ihre Ausgangspunkte sind Bilder oder Geschichten, die sie in ihren multimedialen Installationen neu inszeniert. Die deutsch-kurdische Absolventin des Central Saint Martins College of Art and Design in London und der Universität der Künste in Berlin ist «ars viva»-Preisträgerin 2020 für Bildende Kunst und Stipendiatin der Akademie der Künste in Berlin. Im Oktober 2019 ist im Korbinian Verlag ihr Debütroman TAXI erschienen – das bereits jetzt erfolgreichste Buch des jungen, unabhängigen Verlags. Ihre Texte wurden bei «Zeit Online», in «Das Wetter – Magazin für Text und Musik» und in der «taz» veröffentlicht. Ihre skulpturalen und filmischen Arbeiten waren in den letzten Monaten in der GfzK Leipzig, im NS-Dokumentationszentrum München, in der Akademie der Künste Berlin und im Kunstverein Hamburg zu sehen.

Mirko Manzoni
Mirko Manzoni

Mirko Manzoni

Mirko Manzoni verfügt über langjährige, umfassende Erfahrungen im diplomatischen und humanitären Dienst. So ist er 2014 bis 2019 als Schweizer Botschafter in Mozambique aktiv am Friedensprozess beteiligt. Am 8. Juli 2019 ernennt ihn UNO-Generalsekretär Antonio Guterres zu seinem persönlichen Gesandten für Mozambique. Derzeit präsidiert Manzoni die Kontaktgruppe der Friedensgespräche, der die USA, China, die Europäische Union, Grossbritannien, Norwegen, Botswana und die Schweiz angehören. Zu den beendeten Missionen des Tessiner Diplomaten gehören Einsätze in Mali und im Kosovo. Zudem war der diplomierte Architekt und Betriebswirtschaftler als Delegierter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz IKRK in der Demokratischen Republik Kongo und im Irak tätig.

Bisherige Preisträger
Prix de Soleure 2018

«Des moutons et des hommes» von Karim Sayad, doc 78’

Produktion: Close-up Films, Norte Productions, Doha Film Institute

 

Die Jury des «Prix de Soleure» 2018

Xavier Koller
Regisseur
 

Pascale Kramer
Schriftstellerin

Foto: David Ignaszewski-koboy

Flavia Kleiner
Politaktivistin                                                                                                

Prix de Soleure 2017

«Die göttliche Ordnung» von Petra Volpe, fic 96’
Produktion: Zodiac Pictures Ltd, Schweizer Radio und Fernsehen SRF SRG SSR, Teleclub

Die Jury des «Prix de Soleure» 2017

Sabine Gisiger
Regisseurin
Foto: Matthias Günter

Cornelio Sommaruga
Chefdiplomat

Anatole Taubman
Schauspieler
Foto: Jürgen Frank

Prix de Soleure 2016

«Das Leben drehen – Wie mein Vater versuchte, das Glück festzuhalten» von Eva Vitija, doc 77'
Produktion: SwissDok GmbH, ZHdK, SRF

Die Jury des «Prix de Soleure» 2016

Julia Jentsch
Schauspielerin
Foto: Stefan Klüter

Călin Peter Netzer
Regisseur
Foto: Barna Nemethi, griffon & swans

Heidi Tagliavini
Diplomatin
Foto: Serge Hoeltschi

Prix de Soleure 2015

«Spartiates» von  Nicolas Wadimoff, doc 80’
Produktion: AKKA Films

Die Jury des «Prix de Soleure» 2015

Dominique de Rivaz
Regisseurin

Melinda Nadj Abonji
Schriftstellerin / Musikerin
Foto: Gaetan Bally

Moritz Leuenberger
Alt-Bundesrat

Prix de Soleure 2014

«L'escale» von Kaveh Bakthiari, doc 100'
Produktion: Louise Productions

Die Jury des «Prix de Soleure» 2014

Lukas Bärfuss
Schriftsteller
Foto Frederic Meyer

Güzin Kar
Drehbuchautorin / Regisseurin
Foto Barbara Sigg

Jean Ziegler
Vizepräsident des Beratenden Ausschusses des UNO-Menschenrechtsrats
Foto C. Bertelsmann

Prix de Soleure 2013

«Der Imker» von Mano Khalil, doc 105'
Produktion: Frame Film GmbH, Mano Khalil

Die Jury des «Prix de Soleure» 2013

Stéphanie Chuat
Regisseurin

Michèle Roten
Schriftstellerin

Dick Marty
Politiker

Prix de Soleure 2012

«Vol spécial» von Fernand Melgar, doc 100'
Produktion: Climage, Elise Shubs

Die Jury des «Prix de Soleure» 2012

Séverine Cornamusaz
Regisseurin

Charles Lewinsky
Schriftsteller / Drehbuchautor

Micheline Calmy-Rey
Alt-Bundesrätin

Prix de Soleure 2011

«Cleveland vs. Wallstreet» von Jean-Stéphane Bron, doc 89'
Produktion: Saga Production, Robert Boner, Philippe Martin

Die Jury des «Prix de Soleure» 2011

Manon Schick
Direktorin Amnesty International

Benjamin Heisenberg
Regisseur / Autor

San Keller
Künstler

Prix de Soleure 2010

«Nel giardino dei suoni» von Nicola Bellucci, doc 84'
Produktion: soap factory GmbH, Frank Matter

Die Jury des «Prix de Soleure» 2010

Géraldine Savary
Ständerätin

Bettina Oberli
Regisseurin

Daniel Binswanger
Journalist

Prix de Soleure 2009

«No more smoke signals» von Fanny Bräuning, doc 90'
Produktion: Distant Lights Filmproduktion GmbH, Kaspar Kasics

Die Jury des «Prix de Soleure» 2009

Stina Werenfels
Regisseurin

Peter Weber
Schriftsteller

Ruth Dreifuss
Alt-Bundesrätin