1965 |

Nicht versöhnt

Réalisation

Jean-Marie Straub

Share
Image 1 de Nicht versöhnt

«Mit Jean-Marie Straub hat man sich in der Bundesrepublik noch immer nicht versöhnt – seit sein letzter Film «Nicht versöhnt» auf der diesjährigen Berlinale skandalöse Premiere hatte. Von der westdeutschen Kritik fast einhellig abgelehnt und vom Inhaber an den Rechten der literarischen Vorlage mit dem Staatsanwalt bedroht – der die einzige Kopie einziehen und vernichten lassen wollte –, entkam Straub mit seinem Film in die Schweiz und suchte bei Freunden Unterschlupf.» (W. Sch. NZZ 10.12.65)

«Kein deutscher Film hat bisher so eindringlich an die Nazizeit erinnert, keiner auch die geistige Atmosphäre der rheinischen Provinz so genau evoziert, wie ein paar Bilder bei Straub, eben weil dieser sich unterfängt, die Vergangenheit zu rekonstruieren oder auch nur die Gegenwart zu imitieren, sondern die Wirklichkeit in Partikeln zitiert und diese so fügt, dass die Vorstellungskraft des Betrachters aktiviert wird (oder würde, wenn ihn das Geleier der Laienakteure nicht verbiesterte). Straubs Bildsprache ist gegenüber «Machorka-Muff» wesentlich geeifert. Sie bietet nicht das Abbild der Wirklichkeit, sonder in ihm die Spuren der Anwesenheit von Menschen: kaum eine Einstellung, die sich nicht, während sie steht, «entleerte», Platz liesse für den Gedanken, kaum eine, die nicht am Ende zugemacht würde, Identifikation verhindernd, der Lüge der Kontinuität sich verweigernd.» (E. Patalas, Filmkritik 8/65)

«Entsprechend strukturierte Straub den Ton seines Filmes… Wenn die Laiendarsteller aus Unvermögen steckenzubleiben scheinen, dann berührt das den Zuschauer (auch wenn er dagegen revoltiert) unmittelbarer, als wenn ein geübter Schauspieler «richtige» Betonung mimt. Es geht Straub nicht um den trainierten anonymen Ton, den x Filme uns als den einzig «natürlichen», zu bestimmten Situationen und Personen passenden Ton eingebläut haben. Er wollte Sprecher für die Böll-Texte und keine Interpreten…» (F. Grafe, Filmkritik 3/66)

Réalisation
Jean-Marie Straub
Crédits

Équipe

Réalisation Jean-Marie Straub
Scénario Jean-Marie Straub
Caméra Wendelin Sachtler
Producteur/-trice Jean-Marie Straub

Interprètes

Hennig Harmssen
Heinrich Hargesheimer
Chargesheimer
Martha Ständner

suisse_1.jpg Explorez
Cinéma hero_trailer_suisse_2.jpg
suisse_3.jpg Suisse

Parcourez notre collection depuis la création du festival.

Découvrez le patrimoine du Cinéma suisse

Découvrez notre édition en ligne

dédié au cinéma suisse sur filmo.svg

Première

Première

Première
restantes Pas encore disponible N'est plus disponible

Présente du 12 jan au 14 jan 2020

Live
Événements
Les nouveaux films du jour
Plus que quelques heures