Preisträger 2026
«Always Wanted To Be God, Never Wanted To Do Good» von Noa Epars und Marvin Merkel
Laudatio
Die Auswahl fiel dieses Jahr nicht leicht, nicht nur, weil wir zwischen Regisseurinnen und Regisseuren mit offensichtlichem Talent wählen mussten, sondern auch, weil wir Werke sehr unterschiedlicher Länge und Genres (Dokumentar-, Spiel- oder Animationsfilme) gegeneinander abwägen mussten. Dies zeigt die Vielfalt und den Reichtum des Schweizer Nachwuchses.
Die Jury hat beschlossen, den Preis an einen Film zu vergeben, der ein immer noch heikles Thema auf völlig unkonventionelle und punkige Weise behandelt – dank der filmischen Originalität seiner Inszenierung, seiner Ironie und seiner grossen Freiheit im Tonfall. Die Art und Weise, wie der Protagonist in einer parallelen Erzählweise «ins Spiel kommt» und sich in Gefahr begibt, ist nicht nur beeindruckend, sondern macht den Zuschauer zum Komplizen dieser lustvoll blasphemischen Erzählung.
Aus diesen Gründen wird der Nachwuchspreis SSA/Suissimage 2026 an «Always Wanted To Be God, Never Wanted To Do Good» von Noa Epars (im Bild, Mitte) und Marvin Merkel verliehen.
Der Wettbewerb «Talente» umfasst Kurzfilme von Studierenden in- und ausländischer Fachhochschulen. Einige Beiträge wurden von Schweizer Produzent:innen mitbetreut. Eine dreiköpfige Jury vergibt an der «Notte delle Visioni» den Nachwuchspreis Suissimage/SSA im Wert von CHF 10‘000.
Für den Nachwuchspreis Suissimage/SSA der 61. Solothurner Filmtage hat die Auswahlkommission 22 von Filmschulen (ko-)produzierte Werke zwischen vier und 30 Minuten nominiert.
Jury 2026
Zoltán Horváth
Regisseur & Produzent Animationsfilme
Zoltán Horváth wurde 1966 in Genf geboren und begann seine Karriere im Bereich Animationfilm 1996 mit der Produktion des ersten Schweizer Animationskurzfilms in Computergrafik. Seitdem folgten etwa zehn weitere Kurzfilme sowie zwei Spielfilme. Im Jahr 2001 gründete er die Produktionsfirma Nadasdy Film, die seitdem rund hundert Kurzfilme, etwa zehn Spielfilme, Serien und TV-Specials produziert und koproduziert hat.
Sarah Schiesser
Produzentin
Sarah Schiesser hat einen Hintergrund in Politik-, Sozial- und Medienwissenschaften. Seit 2022 produziert sie bei Amka Films Productions Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme, meist zusammen mit aufstrebenden Regiepersonen. Seit 2024 arbeitet sie mit Lido Pictures an Filmen mit internationaler Ausrichtung. Sie ist seit 2015 beim Locarno Film Festival tätig, derzeit als stellvertretende Leiterin von Open Doors, einem Programm für Filmtalente aus unterrepräsentierten Regionen.
Eva Vitija
Drehbuchautorin, Regisseurin, Produzentin
Eva Vitija (*1973) wurde an der DFFB Berlin und der ZHDK ausgebildet und arbeitet als Drehbuchautorin, Regisseurin und Produzentin. Von 2002–2012 schrieb sie Drehbücher in der Schweiz und in Deutschland. Ihre Dokumentarfilme «Das Leben drehen» (2015, Gewinner Prix de Soleure) und «Loving Highsmith» (2022, Eröffnungsfilm 57. Solothurner Filmtage) waren für den Schweizer Filmpreis nominiert. Sie ist Stiftungsrätin bei Suissimage und der Zürcher Filmstiftung, Mitglied der Europäischen und Schweizerischen Filmakademie und lebt in Zürich.
Bisherige Preisträger:innen
Nachwuchspreis Suissimage/SSA 2025: «Zimní monology» von Manuel Karel Seiler
Nachwuchspreis Suissimage/SSA 2024: «Sarebbe Statu» von Ella Rocca
Nachwuchspreis Suissimage/SSA 2023: «Kome ptice lete» von Ivan Petrovíc
Nachwuchspreis Suissimage/SSA 2022: Prix de la relève SSA/Suissimage 2022: «Doosra» von Keerthigan Sivakumar
2025
«Zimní monology» (Manuel Karel Seiler)
2024
«Sarebbe Statu» (Ella Rocca)
2023
«Kome ptice lete» (Ivan Petrovíc)
2022
«Doosra» (Keerthigan Sivakumar)
2021
«Europa» (Lucas del Fresno)
2020
«Mama Rosa» (Dejan Barac)
2019
«Bonobo» (Zoel Aeschbacher)
2018
«Valet noir» (Lora Mure-Ravaud)
2017
«Martien» (Maxime Pillonel)
2016
«Nelson» (Juliette Klinke, Thomas Xhignesse)
2015
«Abseits der Autobahn» (Rhona Mühlebach)
2014
«Wenn der Vorhang fällt» (Maurizius Staerkle-Drux)
2013
«Un mondo para Raúl» (Mauro Mueller)