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Fokus: Publikums-fantasien

Autor*in

Hannes Brühwiler

Datum

3. November 2021

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Publikumhell

Das Publikum ist wieder da – Die 57. Ausgabe der Solothurner Filmtage steht im Zeichen der Rückkehr des Publikums. Nach zwei Jahren, in denen die Kultur über weite Strecken ohne ihre Zuschauer*innen auskommen musste, kehren diese nun endlich zurück. Das Spezialprogramm «Fokus» der 57. Solothurner Filmtage wird sich mit einem umfassenden Diskussions- und Filmprogramm dem Publikum widmen.

Der «Fokus» setzt sich mit aktuellen für die Gesellschaft und das Schweizer Filmschaffen relevanten Themen auseinander. Nachdem er sich 2020 dem Serienboom und 2021 dem Zustand der Filmkritik gewidmet hat, wird es in der kommenden 57. Ausgabe der Solothurner Filmtage um das Publikum gehen. Dieses wurde vor fast zwei Jahren aus der Öffentlichkeit ins private Umfeld verdrängt. Langsam wird es wieder sichtbar und füllt die Kinosäle mit Leben. Das Bedürfnis, sich an öffentlichen Orten zu treffen und auszutauschen, ist ungebrochen.

Kampf um die Aufmerksamkeit

Es ist eine Illusion, die heutigen Herausforderungen der Kultur-Branche ausschliesslich auf die Pandemie zu schieben. Vielmehr verändert das stetig wachsende Angebot der sozialen Medien die Sehgewohnheiten der Zuschauer*innen nachhaltig. Eine grosse Anzahl an Filmen, die überall und jederzeit gestreamt werden können – das Sortiment war noch nie so unübersichtlich.

Diese zunehmende Konkurrenz um die Publikums-Aufmerksamkeit stellt die Filmschaffenden vor eine scheinbar simple, aber grosse Herausforderung: Überhaupt ein Publikum zu finden.

Publikums-Identität

Wenn wir heute vom Publikum sprechen, stellt sich die Frage, wo und wie es zusammenkommt. Wie werden Filme heute angeschaut? Wann fühlt man sich Teil eines Publikums? Wie wichtig ist das Publikum eigentlich für die Filmschaffenden? Und: Wie wirkt es sich auf die Filmproduktion aus?

So viele Fragen, so viele Ansätze, so viele Meinungen. Das Publikum erscheint für einmal auf der Leinwand und wird in der kommenden «Fokus»-Ausgabe mit einem Diskussions- und Filmprogramm ins Licht gerückt.

Programm

Die «Fokus»-Veranstaltungen der 57. Solothurner Filmtage umfassen zwei Programmteile: Ein Diskussions- sowie ein Filmprogramm.

In der Diskussionsrunde wird mit Gästen aus dem In- und Ausland über den Wandel des Publikums und dessen Auswirkungen für das Filmemachen diskutiert. Dabei werden sowohl Filmemacher*innen, Kurator*innen als auch Kinomacher*innen zu Wort kommen. Es wird um den Einfluss von Fans, den Wandel der Öffentlichkeit und Fallbeispiele aktueller Produktionen gehen. Im Filmprogramm werden derweil Werke gezeigt, in denen die Filmemacher*innen unterschiedlichste Aspekte des Publikums thematisieren. Immer wieder geht es dabei um den Akt des Filmeschauens, dem Filmschaffende seit Beginn der Filmgeschichte immer wieder eine besondere Aufmerksamkeit schenkten.

Das Filmprogramm und die «Fokus»-Gäste werden Mitte Dezember definitiv bekannt gegeben.

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Die Solothurner Filmtage machen mittelfristig ihre Kataloge online zugänglich. Derzeit sind die Jahre 1966-1971 vollständig erfasst. Stöbern Sie in unserer Festivalgeschichte!

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