Villi Hermann wird am 8. Mai 1941 in Luzern geboren. Sein Vater ist Deutschschweizer und seine Mutter Tessinerin. Er studiert zuerst Bildende Kunst in Luzern, Krefeld und Paris und realisiert in den Jahren 1964 und 1965 mit seinen Gemälden, Zeichnungen und Lithographien erste Ausstellungen in Luzern und Lugano. Im Anschluss absolviert er die London School of Filmtechnique (Diplom 1969). Diese Ausbildung legt den Grundstein für seine Vielseitigkeit: er wird Regisseur und Produzent, arbeitet aber auch als Tontechniker und Kameramann. Die ersten Filme entstehen in Eigenproduktion sowie fürs Tessiner und Deutschschweizer Fernsehen, oft in Zusammenarbeit mit Niklaus Meienberg und Hans Stürm. Ab 1976 produziert er mit dem Filmkollektiv Zürich. 1981 gründet er die Imagofilm in Lugano – bis heute eine der aktivsten Produktionsfirmen im Tessin.Neben seiner Schaffenskraft als unabhängiger Autorenfilmer, ist auch Villi Hermanns Engagement in der Schweizer Filmpolitik sowie als Produzent und Förderer von jungen Regisseuren der italienischsprachigen Schweiz aussergewöhnlich. Talente wie Alberto Meroni, Erik Bernasconi, Niccolò Castelli oder Francesco Rizzi konnten ihre Erstlinge bei Imagofilm produzieren. Auch junge Produzent*innen wie z.B. Michela Pini lernten ihr Handwerk bei Villi Hermann. 1989 hatte er mit seinem Spielfilm «Bankomatt» die schweizweit erste Koproduktion mit Italien realisiert. Mit vielen weiteren Akteuren der Tessiner Film- und Kulturbranche hat er kollaboriert, z.B. Renato Berta, Carlo Varini (Kamera), aber auch den Literaten Giovanni Orelli und Alberto Nessi oder dem Musiker Zeno Gabaglio. Seit seinem ersten langen Film wird Villi Hermanns Werk an den wichtigsten internationalen Filmfestivals uraufgeführt.Villi Hermann ist ein Regisseur, der in fünfzig Jahren noch nie einen Film über sich selbst gedreht hat. Dagegen sind seine Filme oft eine Reflexion über das Kino und seine Bedeutung. Villi Hermanns Lebensmittelpunkt und Ausgangspunkt vieler seiner Filme ist das Tessin, eine Grenzzone. Er lebt im Malcantone.

1 Nominierung

2021 - Nominiert für «Prix du Public»

Atlas

Filme

1993 stellte das Cinema-Teatro di Chiasso seinen Betrieb als Rotlichtkino ein. Mit seiner im Mantel versteckten Leica dokumentierte Villi Hermann die letzte Hardcore-Vorführung der Grenzstadt. Während des Lockdowns legte er die Fotografien auf seinem Küchentisch aus und filmte sie ab. In Zusammenarbeit mit Künstlerfreunden entstand – über die räumliche Distanz hinweg – das jüngste Werk des Filmemachers.…

Ultime luci rosse

Villi Hermann

2021 | Dokumentarfilm | 9 min

Premiere
Bild 1 von Ultime luci rosse
Filmographie

2021

Ultime luci rosse

2021

Ultima mazza

2020

Ultima sfornata

2017

Choisir à 20 ans

2011

Gotthard Schuh. Eine sinnliche Sicht der Welt

2008

From Somewhere to Nowhere

2006

Greina

2006

Pédra. Un reporter sans frontières

2005

Sam Gabai. Presenze

2004

Walker. Renzo Ferrari

2003

Mussolini, Churchill e cartoline

2000

Luigi Einaudi. Diario dell'esilio svizzero

1998

Giovanni Orelli. Finestre aperte.

1998

Tamaro. Pietre e angeli. Mario Botta Enzo Cucchi

1996

Leiden für ein bisschen Ruhm

1996

Per un raggio di gloria

1996

Kaddisch

1994

Al Letten con una donna poliziotta

1992

En voyage avec Jean Mohr

1989

Bankomatt

1986

Innocenza

1984

Il villaggio Leumann

1981

Matlosa

1980

Es ist kalt in Brandenburg (Hitler töten)

1977

San Gottardo

1974

Cerchiamo per subito operai, offriamo …

1973

Nostalgie. Malen Sie das Paradies?

1970

10ème essai

1970

24 su 24

1969

Fed up

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