PRIX SWISSPERFORM – SCHAUSPIELPREIS

Prix-Swissperform

Schauspielpreise PRIX SWISSPERFORM 2026

Irène Jacob, Esther Gemsch, Max Hubacher und Rabea Lüthi

An den 61. Solothurner Filmtagen wurden die Schauspielpreise PRIX SWISSPERFORM 2026 an Irène Jacob, Esther Gemsch, Max Hubacher und Rabea Lüthi verliehen. Die Preise würdigen herausragende Schauspielleistungen in Schweizer Fernsehproduktionen und sind mit jeweils 10'000 Franken dotiert. Die Preisverleihung fand am Sonntag, 25. Januar 2026, im Landhaus Solothurn statt.

Beste Hauptrolle: Irène Jacob («Intraçables»)
Der Preis für die beste Hauptrolle ging an Iréne Jacob für ihre Darstellung als Kommissarin Josèphe Brunner in der Fernsehserie «Intraçables» (Co-Regie: Louis Farge, Luc Walpoth, Konzept: Ami Cohen, Raphaël Meyer, Produktion: Akka Films, Empreinte Digitale, RTS Radio Télévision Suisse, TF1 International).

Die Serie folgt der ehemaligen Journalistin Giulia Conforti, die nach dem Tod ihres Ehemanns als Taxifahrerin in Genf arbeitet. Als sie beginnt, den Umständen seines tödlichen Unfalls nachzugehen, gerät sie ins Visiers eines Hackers und wird mit den Auswüchsen der digitalen Überwachung konfrontiert.

Irène Jacob verkörpere die Kommissarin Josèphe Brunner mit bemerkenswerter Genauigkeit. Mit ihrem Spiel verleihe sie der Figur eine Form von Klarheit, bisweilen auch eine gewisse schneidende Schärfe, die die Spannungen einer Gesellschaft im Wandel spürbar mache. Die Jury würdigt eine Schauspielerin, deren Präsenz all jene inspiriere, die an eine aufrichtige, anspruchsvolle, sensible und stets notwendige Kunst glaubten.

Beste Nebenrolle: Max Hubacher («The Deal»)
Der Preis für die beste Nebenrolle ging an Max Hubacher für seine Rolle als Olivier Dayer in der TV-Serie «The Deal» (Regie: Stéphane Bron, Produktion: Bande à part Films,  Les Films Pelléas,  Gaumont Télévision,  RTS Radio Télévision Suisse,  Bidibul Productions,  ARTE France - Unité Cinéma,  Versus Production).

Die Serie erzählt von den Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran im Jahr 2015, die unter Hochdruck in einem Genfer Luxushotel stattfinden, während der Iran im Verdacht steht, heimlich Atomwaffen zu entwickeln.
Max Hubacher spielt einen Security-Mitarbeitenden, der oft fast unbemerkt am Rande steht und doch immer präsent ist. Es gelinge ihm, jede noch so kurze Szene mit grosser Intensität zu spielen. Inmitten eines internationalen Casts steche er durch seine unaufdringliche Präsenz hervor.
Diese Leistung sei Ausdruck seines feinen Handwerks und seiner Aufmerksamkeit für Nuancen.

Schauspiel-Nachwuchspreis: Rabea Lüthi («Maloney», Folge: «Der Lift»)
Der Schauspiel-Nachwuchspreis ging an Rabea Lüthi für they Rolle als Lea Bleising in der Serie «Maloney – Der Lift» (Co-Regie: Michael Schaerer, Luca Ribler, Konzept: Luca Ribler, Noëmi Steffen, Pascal Glatz, Produktion: C-Films AG, SRF Schweizer Radio und Fernsehen).

Die Krimiserie erzählt aus der Perspektive des ikonischen Privatdetektivs Philip Maloney, der sich mit gierigen Unternehmer:innen, untreuen Ehepartnern und gefährlichen Verbrecher:innen auseinandersetzt. Plötzlich mischt sich Lea Bleising in die Ermittlungen ein. Ungefragt und unbeirrbar heftet sich die selbst ernannte Privatdetektivin an den alten garstigen Maloney und ermittelt in der Folge «Der Lift» begeistert und angstfrei das Verschwinden ihres Freundes.

Rabea Lüthi treffe den feinen Grad zwischen dem Schmunzeln über die Figur, ohne deren Würde anzugreifen. Stärken und Schwächen würden sichtbar, ohne den Charakter zu verraten. Rabea Lüthis Gespür für feine Komik, im Wechsel mit tief empfundenen Emotionen, mache das Spiel so reizvoll.

Jurypreis: Esther Gemsch («La Linea della Palma»)
Der Jurypreis ging an Esther Gemsch für ihre Rolle als La Duchessa in der Serie «La Linea della Palma» (Regie: Fulvio Bernasconi, Konzept: Mattia Lento, Thomas Ritter und Maria Roselli, Produktion: hugofilm features GmbH, RSI Radiotelevisione svizzera, ARTE G.E.I.E).

In der Serie geht es um die engagierte Journalistin Anna, die den grössten Kunstraub des Jahrhunderts untersucht und dabei die Verstrickung ihrer Familie in der Mafia entdeckt.

Esther Gemsch blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück. Bereits als junge Schauspielerin wurde sie für eine Rolle im belgischen Kinofilm «Rue haute» besetzt. Es folgten Hauptrollen im Schweizer Kinofilm «Kleine frieren auch im Sommer» sowie im TV-Film «Eiskalte Vögel». In den darauffolgenden Jahren spielte sie zahlreiche Rollen in erfolgreichen Schweizer Filmen wie «Die goldenen Jahre» oder «Die göttliche Ordnung». Ihren Durchbruch erzielte sie mit der Seifenoper «Lühti und Blanc», in der sie  die Figur Lisbeth Rohner verkörperte.

Für ihre schauspielerischen Leistungen erhielt Esther Gemsch 2003 den Prix Walo. 2004 wurde sie für ihre Hauptrolle im Film «Haus ohne Fenster» für den Schweizer Filmpreis nominiert.

Nun ehrt die Jury Esther Gemsch mit dem Jurypreis. Obwohl ihre Rolle nicht die umfangreichste sei, zeige sie eine tiefgründige und komplexe Figur. Sie habe alle und alles in der Hand und strahle gleichzeitig eine grosse Wärme aus.  Diese Rolle sei eine aktuelle Spitze des Eisberges von Esther Gemschs Schaffen.

Hier gehts zu den Biografien der Gewinner:innen 2026.

Die Verleihung der Preise
Mit dem PRIX SWISSPERFORM werden seit 2001 jedes Jahr Schauspielleistungen in Fernsehproduktionen ausgezeichnet. Die Preise werden im Rahmen der Solothurner Filmtage verliehen. Die Jury setzt sich in diesem Jahr aus dem Produzenten Adrian Blaser, der Schauspielerin Sophie Hutter und Tanja Groot Kormelink, Programmmitglied der Solothurner Filmtage, zusammen.

Die Schauspielpreise wurden am Sonntag, 25. Januar 2026, 17:00 Uhr im Landhaus im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung verliehen. Im Anschluss wurde «Die Vorkosterinnen» von Silvio Soldini mit Esther Gemsch gezeigt.

Bilder Preisverleihung PRIX SWISSPERFORM 2026

Seit 2001 wird mit dem «PRIX SWISSPERFORM» jährlich eine Hauptrolle sowie eine Nebenrolle ausgezeichnet. Ausserdem zeichnet die Jury mit dem Spezialpreis eine besondere Leistung in Schweizer Fernsehproduktionen aus. Seit 2023 wird nur noch eine beste Hauptrolle genderneutral und dafür zusätzlich ein Newcomerpreis vergeben.

Jede der vier Kategorien ist mit CHF 10’000 dotiert. Eine Jury aus Vertreter:innen der SWISSPERFORM und der Solothurner Filmtage vergeben die von SWISSPERFORM gestifteten Preise.

Bisherige Preisträger:innen

2025

  • Cyrill Metzger, beste Hauptrolle in «Winter Palace»
  • Sarah Viktoria Frick beste Nebenrolle in «Tatort – Von Affen und Menschen»
  • Isaline Prévost Radeff, Nachwuchspreis für die Rolle in «En haute mer»
  • Sophie Hutter, Jurypreis für die Rolle in «Neumatt»

2024

  • Dominique Devenport, beste Hauptrolle in «Davos»
  • Arcadi Radeff, beste Nebenrollen in «Les Indociles», «Delits Mineurs»
  • Stéphane Erös, Nachwuchspreis für die Rolle in «Delits Mineurs»
  • Carol Schuler, Prix du Jury für die Rolle in «Tatort»

2023

  • David Constantin, beste Hauptrolle in «Tschugger»
  • Clarina Sierro, beste Nebenrolle in «Hors Saison»
  • Meryl Marty, Nachwuchspreis für ihre Rolle in «Die Beschatter»
  • Lale Yavas, Prix du Jury für ihre Rollen in «Neumatt 2», «die Beschatter» und mehr

2022

  • Isabelle Caillat, weibliche Hauptrolle in «Cellule de Crise»
  • Julian Koechlin, männliche Hauptrolle in «Neumatt»
  • Marlise Fischer, Nebenrolle in «Neumatt»
  • Estelle Bridet, Jurypreis für ihre Rolle in «Sacha»

2021

  • Annina Walt, weibliche Hauptrolle in «Frieden»
  • Dimitri Stapfer, männliche Hauptrolle in «Frieden»
  • Rachel Braunschweig, weibliche Nebenrolle in «Züri brännt»
  • Sarah Spale, Jurypreis für ihre Rolle in «Wilder»

2020

  • Lorena Handschin, weibliche Hauptrolle in «Nr. 47»
  • Roland Vouilloz, männliche Hauptrolle in «Helvetica»
  • Manuela Biedermann, weibliche Nebenrolle in «Wilder»
  • Stefan Kurt, Jurypreis für seine Rolle in «Aus dem Schatten – eine Zeit der Hoffnung»

2019

  • Anna Pieri, weibliche Hauptrolle in «Double Vie»
  • Thibaut Evrard, männliche Hauptrolle in «Double Vie»
  • Beat Marti, männliche Nebenrolle in «Amur senza fin»
  • Annina Euling, Jurypreis für ihre Rolle in «Weglaufen geht nicht»

2018

  • Stephanie Japp, weibliche Hauptrolle in «Private Banking»
  • Marcus Signer, männliche Hauptrolle in «Wilder»
  • Anna Schinz, weibliche Nebenrolle in «Private Banking»
  • Karim Barras, männliche Nebenrolle in «Quartier des banques»

2017

  • Noémi Schmidt, weibliche Hauptrolle in «La lumière de l'espoir»
  • Pasquale Aleardi, männliche Hauptrolle in «Gotthard»
  • Liliane Amuat, weibliche Nebenrolle in «Lotto»
  • Mike Müller, Jurypreis für seine Rolle in der Serie «Der Bestatter»

2016

  • Rabea Egg, weibliche Hauptrolle in «Lina»
  • Imanuel Humm, männliche Hauptrolle in «Verdacht»
  • Claude-Inga Barbey, weibliche Nebenrolle in «Anomalia»
  • Antoine Monot, Jr., männliche Nebenrolle in «Tatort – Ihr werdet gerichtet»

2015

  • Véronique Reymond, weibliche Hauptrolle in «A livre ouvert»
  • Joel Basman, männliche Hauptrolle in «Ziellos»
  • Wanda Wylowa, weibliche Nebenrolle in «Der Hamster»
  • Nicola Perot, Jurypreis für «Der Hamster»

2014

  • Barbara Terpoorten-Maurer, weibliche Hauptrolle in «Der Bestatter»
  • Jonathan Loosli, männliche Hauptrolle in «Dinu»
  • Florence Quartenoud, meibliche Nebenrolle in «Port d'attache»
  • Leonardo Nigro, männliche Nebenrolle in «Oro verde»

2013

  • Marie Leuenberger, weibliche Hauptrolle in «Hunkeler und die Augen des Ödipus»
  • Peter Freiburghaus, männliche Hauptrolle in «Nebelgrind»
  • Virginie Meisterhans, weibliche Nebenrolle in «L'heure du secret»
  • Herbert Leiser, männliche Nebenrolle in «Der Teufel von Mailand»

2012

  • Lea Hadorn, weibliche Hauptrolle in «Liebe und andere Unfälle»
  • Roland Vouilloz, männliche Hauptrolle in der Serie «CROM»
  • Marina Golovine, weibliche Nebenrolle in der Serie «CROM»
  • Peter Wyssbrod, männliche Nebenrolle in «Mord hinterm Vorhang»

2011

  • Markus Fischer, Produzent bei «Hunkeler und der Fall Livius»

 

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